Baobabs pflanzen lohnt sich

Baobab, Mashatu, Botswana

Baobab, Mashatu, Botswana

Baobabs sind großartige Pflanzen mit phantastischen Eigenschaften – sie haben sich ideal an ihre Umgebung angepasst und bieten in ihren Herkunftsländern Nahrung, Wohnraum und Unterschlup für Mensch und Tier. Doch sie haben es mittlerweile schwer mit der Fortpflanzung: ihr Lebensraum ist in Bedrängnis. Landwirtschaftliche Flächen nehmen zu – zugunsten von Baumwolle oder Getreide müssen die Giganten weichen. Rinder, Ziegen und Hühner werden mehr und fressen die kleinen Schösslinge. Deshalb gibt es inzwischen Initiativen wie die der Baobab Foundation von Dr. Sarah Venter in Südafrika. Zusammen mit Frauen in Dörfern in der Limpopo Provinz zieht sie kleine Baobabs aus Samen und pflanzt sie mit den „Baobab Guardians“ aus. Die Frauen kümmern sich in den ersten Jahren um die kleinen Bäume. Sie schützen sie vor Verbiss und gießen sie – so lange, bis die Kleinen aus dem Gröbsten heraus sind. Nach etwa drei Jahren schaffen die Baobabs ihr Überleben auch alleine.

Baobab Samen

Baobab Samen

Baobabs lassen sich leicht aus Samen ziehen – wenn man ein paar Tricks & Kniffe beachtet. Die Samen haben eine harte Schale. Deshalb ist es wichtig, eine Öffnung in die Schale zu bekommen – das gelingt auf verschiedene Weise – per Säge, Feile, oder Bohrer. Manche werfen die Samen kurz in kochendes Wasser, andere in ein Säurebad. Die so behandelten Samen kommen für 48 Stunden in warmes Wasser. Sie quellen auf – in der Schale entwickelt sich der Keimling. Nach zwei Tagen im Wasser sind die Samenschalen so aufgeweicht, dass man sie abschälen kann. Die geschälten Keimlinge legt man auf befeuchtetes Küchentuch in einen Container mit Deckel. Dann stellt man die Samen im Container an einen warmen Ort. Nach weiteren zwei Tagen sind die Keimlinge so weit, dass man sie einpflanzen kann.

Baobab Neuzugänge 2016

Baobab Neuzugänge 2016

Am besten ist es für die Bäume, wenn man sie ins Freiland setzt. Das geht allerdings nur in frostfreien Gebieten. Die Baobabs mögen Temperaturen unter 12 ° C nicht – besonders wenn sie klein sind. Große, alte Baobabs können kältere Tage überstehen. Trotzdem müssen Baobabfreunde in kühleren Regionen mit Bodenfrost nicht auf die Giganten verzichten. Die Bäume eignen sich ausgezeichnet als Topfpflanzen. Auch Bonsai-Liebhabern bringen sie Freude. Allerdings muss man berücksichtigen, dass Baobabs ausgeprägtes Wurzelwerk entwickeln. Kleine Baobabs bilden in den ersten drei Monaten eine Pfahlwurzel, in der sie Nährstoffe für die Trockenzeit in der Wildnis sammeln. Später bildet sich bei größeren Bäumen ein ausgeprägtes flaches Wurzelwerk. Baobabs im Topf sind wie ihre großen Verwandten in der Wildnis genügsame Zeitgenossen und benötigen nicht viel Pflege. Während der Wachstumsperiode im Sommer brauchen sie Wasser, sobald die Erde im Topf trocken wird. Staunässe um die Wurzeln mögen sie nicht, darum ist es wichtig, dass die Erde im Topf vor dem Gießen möglichst trocken ist. Düngen kann man die Baobabs gelegentlich. Gut ist es für sie, wenn die Erde alle zwei Jahre gewechselt wird.

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