Vom Baobab Samen…

… zum Riesen. Allerdings dauert das geraume Zeit. Wer seinen Baoab vom Samen bis zum Baum begleiten möchte, kann sich aus verschiedenen Quellen im Internet bedienen.  Ferner habe ich Baobab Samen schon in den Souvenirläden von Zoos, Museen und botanischen Gärten gesehen & gekauft. Im Museum Koenig in Bonn gab es für einige Zeit Baobabfrüchte mit jeder Menge Samen. Dieser Tage hab ich in einem „Eine Welt Laden“ in Bonn an den Baobab-Setzlingen, die dort zum Verkauf angeboten wurden, auch kleine Tütchen mit Baobab-Samen angeheftet gesehen, die es „gratis“ zum Setzling dazu gab. Natürlich kann man auch versuchen, während des Urlaubs in „Baobab-Country“, also im Afrika südlich der Sahara, an Baobab-Früchte und somit an deren Samen zu kommen. Baobab-Früchte werden zur Erntezeit auf den lokalen Obst- und Gemüsemärkten angeboten.

Baobab Samen knacken

Baobab Samen haben eine sehr harten Schale. Sie liegen gut geschützt in weißlicher Pulpe. Die weiße Pulpe wird zusammengehalten von einer großen Fruchtkapsel mit harter Schale. Um aus der harten Samenschale austreiben zu können, müssen sie in „freier Wildbahn“ eine interessante Prozedur durchlaufen. Tiere wie beispielsweise Elefanten und Paviane knacken die Fruchtkapsel und verspeisen das Innenleben der Früchte mitsamt der Samen. Die Samen wandern durch den Verdauungstrakt der Tiere. Durch die Verdauungssäfte werden die Schalen der Samen aufgeweicht. Zusammen mit anderen Verdauungs-Endprodukten werden sie ausgeschieden. So landen sie mit dem nötigen Dünger für einen guten Start ins Leben auf der Erde.

Es muss nicht immer der Elefantenmagen sein…

In Deutschland ist die Sache mit den Elefanten und Pavianen nicht so einfach. Bislang habe ich noch nicht versucht, die Samen durch meinen Verdauungstrakt zu jagen. Ich öffne die Samen und weiche sie ein, bevor ich sie in die Erde setze. Die Frucht, die ich für mein letztes Anzuchtprojekt verwendet hatte, war schon etwas älter – daher war die Fruchtpulpe an den Samen festgetrocknet und musste im Wasser erst gelöst werden, bevor ich die Samen sehen und weiter verwenden konnte (siehe Fotos).

Die Samen lege ich auf Anzuchterde in ein kleines Gewächshaus und stelle sie auf die Fensterbank bzw. auf dem Balkon in die Sonne. Das Gewächshaus sollte bei Sonnenbestrahlung immer gut gelüftet sein.

Samen, die ich am 25.07.2014 auf diese Weise behandelt habe, waren am nächsten Tag bereits aufgequollen. Drei Tage später konnte ich feststellen, dass sie austrieben. Am 31.07.2014 waren erste Spuren von Grün zu sehen. Allerdings sind die kleinen Pflanzen sehr empfindlich und fangen sich leicht Pilzbefall ein.

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